Astronomie in deutschen Schulen auf dem Rückzug

Als ich in die siebte od. achte Klasse kam, gehörte Astronomie zu meinem Wahlpflichtfach. Unser damaliger Lehrer in diesem Fach, der Herr Bretsch, hatte dieses gewisse Etwas, was es einem halbwegs interessierten Schüler einfach gestaltete, den Sternen nahe zu kommen.
Er war immer mit vollem Elan dabei uns die Himmelskörper zu erklären, schwarze Löcher und die Planetenkonstellationen zu erläutern. In jeder Schulstunde gab er uns entsprechende Sternenbilder mit, die wir des Nachts erkunden konnten. Kurz, es gehörte zu meinen Lieblingsfächern.
Leider, od. zum Glück für mich, waren diese Stunden nicht wirklich voll besetzt. Das Interesse seitens der Schüler war nicht wirklich überragend, und dazu tragen die Länder nicht wirklich hilfreich bei, wenn sie keine neuen Lehrkräfte für eben diese Fächer ausbilden, und auch einstellen.
Viele Lehrer scheiden nach und nach aus, und somit geht der wunderbare Fächermix aus Mathematik, Geometrie, Himmelsmechanik, Geschichte, bis zu Chemie und Physik verloren. Verbunden über ein einziges Fach.


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2 Kommentare

  • geschrieben am September 13, 2006 um 13:51 Uhr | Permalink

    Bei Telepolis kommentiert jemand:

    “Es geht bei der Astronomie darum seinen Horizont zu erweitern und die Welt um sich herum zu kennen. Aber heutzutage ist es wohl nicht erwünscht zu erkennen daß das Leben aus mehr besteht als aus Börsenkursen, Terror, Bilanzen und Krieg.”

    So sehe ich das auch. Ich habe den Eindruck, daß es in unserer Gesellschaft am erwünschtesten ist, als braver Bürger die Fresse zu halten, TV zu glotzen, und (wir kommen zurück zur Astronomie) zu glauben, die Erde sei eine Scheibe.

  • geschrieben am September 13, 2006 um 14:36 Uhr | Permalink

    Hey, Du Glücklicher!

    Ich hätte meine Mathebücher damals für ein Fach wie “Astronomie” verkauft. Sowas gab’s bei uns leider nicht. Genau genommen bestand unsere Stufe aus einem derartigen Haufen Lamer, daß nicht einmal der Chemie-LK zustande kam, auf den ich hingefiebert habe.

    Tja, so kann’s gehen…