Ei, da ist mir aber eben die Kinnlade runtergefallen. Citrix hat XenSource aufgekauft. Also die Firma, die hinter Xen steckt. Ich denke, da will wohl jemand mit an den reich gedeckten Virtualisierungstisch. Kein Wunder, denn ich vermute mal das Citrix sieht so allmählich seine Felle davon schwimmen. Denn eines der Kern Gebiete von Citrix ist ja nunmal das Verteilen des Desktops mittels proprietärer Protokolle. Wenn nun überall sowieso virtuelle Kisten laufen, Microsoft mit seinem Terminal Server, Linux mit NX oben drauf, was bleibt Citrix dann noch? Ich habe bisher noch keinen kennen gelernt, der positiv von Citrix gesprochen hat, und arschteuer ist diese Software noch dazu. Wollen die sich nun ein zweites Standbein schaffen? Ich kann nur hoffen, dass die keinen Müll mit Xen anstellen. Dafür ist die Software einfach zu gut, wenn auch stellenweise noch ein wenig unausgereift.
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3 Kommentare
Xen ist doch Open Source. Man könnte es immer forken.
Dessen bin ich mir bewußt, aber glaube mal nicht, dass es genügend freie Entwickler gibt, die sich in den Interna von Xen so gut auskennen. Da müssten viele sich erst einarbeiten und man würde unter Umständen das Problem haben, das die beiden Versionen soweit auseinander laufen, dass sie zueinander inkompatibel wären. Bei Xorg hat das gut geklappt, weil ein Großteil der Kernentwickler mit rüber gegangen sind. Warten wir es ab.
Ach was. Bevor es Linux gab, war die landläufige Meinung auch, dass niemand mehr oder weniger im Alleingang als Hobby ein Betriebssystem schreiben kann (Andy Tanenbaum hatte ja Studenten für die Knochenarbeit). Xen ist sicherlich weniger kompliziert als Linux.
Außerdem gibt es inzwischen so viele Virtualisierungsansätze, dass man auf Xen wahrscheinlich sowieso verzichten könnte. Dann fließt die Energie der Entwickler eben in KVM oder was auch immer nächste Woche Mode ist.
Im übrigen: Es kommt immer drauf an, wie sehr es juckt. Novell und Red Hat zum Beispiel haben einigen Aufwand in Xen gesteckt, und ich würde mal davon ausgehen, dass sich da notfalls der eine oder andere Engineer finden würde, der dafür bezahlt wird, sich mit etwas durchaus Strategischem wie Xen zu beschäftigen.