Nachdem ich im Mai schnell LPIC1 nachgeholt habe, war heute für den 202 unterwegs. Manchmal habe ich ja den Eindruck, dass die Menschen, welche die Fragen erstellen, eine besondere Beziehung zu – für den Admin – unwichtigen Details haben. Ein normaler Admin schaut sich einfach die Beispieleinträge an, ob er etwas per Komma separieren muss, es doppelte Anführungszeichen benötigt oder es ein Leerzeichen erfordert. Aber nach solchen Dinge in einer Prüfung zu fragen, finde ich doch ein wenig Abstrakt. Spannend wird es allerdings dann, wenn der Prüfkandidat mit einer Frage konfrontiert wird, bei der er nur raten kann, um welches Programm es sich wohl handeln muss.
Dann kann ich mich ja nun auf LPIC3 konzentrieren.
Deine IP ist:
38.107.179.208

2 Kommentare
Und der normale Admin weiß auch eine man-Page zu nutzen. Keiner weiß doch wirklich jede Option auswendig…
Der dadurch teilweise fehlende Praxisbezug hat mir bei den LPIC-2 Prüfungen auch ein wenig gefehlt.
Raten … oder es eben (zufällig?) wissen.
Der Sinn hinter den LPIC-Prüfungen besteht nicht darin, herauszufinden, ob der Kandidat tatsächlich alles über Linux weiß. Er besteht darin, herauszufinden, ob der Kandidat genug über Linux weiß, dass man ihm mit halbwegs gutem Gewissen ein Zertifikat dafür geben kann. Entsprechend sind die Prüfungen so aufgebaut, dass ein deutlicher Unterschied zwischen Kandidaten zu sehen ist, die bei jeder Frage raten, und solchen, die auf genug Fragen die richtige Antwort wissen. Und ebenso entsprechend ist es eben *nicht* nötig, jede Option auswendig zu wissen.
Immerhin gibt es für die Form von Prüfungen, die das LPI verwendet, eine einigermaßen belastbare Theorie (Stichwort »Psychometrie«). Das ist mehr, als man für die oft als eher »praxisbezogen« angesehenen Prüfungen sagen kann, wie sie z.B. Novell durchführt und wo es für die Annahme, dass ein erfolgreicher Kandidat tatsächlich im wirklichen Leben mit Linux produktiv sein kann, nicht mehr Rechtfertigung gibt als ein warmes pelziges Gefühl im Bauch.